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22.12.2025

Das Land der Sehnsucht

Faszinierend wird dieses Land aber vor allem für Menschen, die an Gott glauben und sich bewusst sind, dass Gott in diesem Land, in dem sich so viele der biblischen Ereignisse abspielten, Geschichte geschrieben hat und bis heute weiterschreibt. Wer sich dessen bewusst ist, kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. 

Warum ist dieses Land so faszinierend?

In der Bibel lesen wir, dass Gott sich das Volk der Juden auserwählt und ihnen das Land Israel zum Erbbesitz gegeben hat. Von diesem Land und diesem Volk aus sollen alle Völker der Erde gesegnet werden. Mit dem Ausspruch „Das Heil kommt von den Juden“, hat Jesus diese Verheißung noch einmal bestätigt. Inzwischen ist diese Verheißung aber auch bereits in vielfacher Hinsicht wahr geworden. Dafür könnte man unzählige Beispiele anführen. 

Der größte Segen für die Welt ist Jesus Christus selbst, der als Retter auf diese Erde gekommen ist, um uns zu erlösen. Jeder weiß, dass Jesus aus dem Volk der Juden hervorgegangen ist und in Israel gelebt hat. Er ist derjenige, auf den dieses große Wunder des Volkes Israel hinzielt. Denn dass das Volk Israel überhaupt noch existiert und als Nation wieder in diesem Land lebt, ist nur durch eine Vielzahl an Wundern zu erklären. Es war und ist ein Kampf für dieses Volk, der so lange andauern wird, bis Jesus Christus wieder kommt. Wer die Geschichte der Juden kennt und sich mit den Verfolgungen auseinandergesetzt hat, der weiß auch, wieviel Hass und Hetze dieses Volk ertragen musste. 

Wonach wir uns sehnen

Je mehr wir von Kriegen, Krisen und Katastrophen hören, je mehr wir irritiert sind von den verschiedenen Strömungen und Ideologien unserer Zeit, desto mehr wächst in vielen von uns der Wunsch nach Frieden, Gerechtigkeit und Orientierung. Genau das verspricht uns die Bibel für die Zeit, wenn Jesus Christus wiederkommt. Dazu sagt uns der Prophet Jesaja: „Es kommt eine Zeit, da wird der Berg, auf dem der Tempel des HERRN steht, unerschütterlich fest stehen und alle anderen Berge überragen. Alle Völker strömen zu ihm hin. Überall werden die Leute sagen: »Kommt, wir gehen auf den Berg des HERRN, zu dem Haus, in dem der Gott Jakobs wohnt! Er soll uns lehren, was Recht ist; was er sagt, wollen wir tun!« Denn vom Zionsberg in Jerusalem wird der HERR sein Wort ausgehen lassen. Er weist die Völker zurecht und schlichtet ihren Streit“ (Jesaja 2,2-4). 

Ist diese Sehnsucht realistisch?

Jerusalem ist der Ort, wo der Tempelberg steht, der auch Zionsberg genannt wird. Als Jesaja diese Worte sprach, stand an dieser Stelle der jüdische Tempel, der einst vom König Salomo erbaut wurde. Er wurde von den Babyloniern 587 v. Chr. zerstört.  516 v. Chr. begannen die Juden mit dem Wiederaufbau des Tempels. Doch auch der zweite Tempel wurde 70 n. Chr. von den Römern zerstört. Seit dem 7. Jahrhundert steht auf dem Tempelberg der muslimische Felsendom, später wurde die Al-Aksa-Moschee daneben gestellt. Das Areal steht also bis heute unter muslimischer Verwaltung. Nicht-Muslimen ist der Zutritt von Samstag bis Donnerstag jeweils nur für ein paar Stunden erlaubt. Auch dürfen Juden und Christen nur einen Eingang nutzen. Muslimen stehen dagegen zehn Tore offen, durch die sie ein und ausgehen können. Zudem ist es auf dem Tempelareal verboten, eine Bibel dabei zu haben und als Jude oder als Christ zu beten.

Dass Jesus eines Tages gerade von diesem Land und von diesem Ort aus regieren wird, ist kaum vorstellbar – und doch wird es dazu kommen. In den Prophezeiungen heißt es sogar, dass alle Völker zu ihm hinströmen werden, um auf ihn zu hören. 

Wenn Jesus wiederkommt

Interessant ist auch, dass der osmanische Herrscher Sultan Süleyman das Osttor des Tempelbergs im 16. Jahrhundert zumauern ließ, weil die Prophezeiungen der Bibel besagen, dass Jesus, der Messias, vom östlich gelegenen Ölberg her nach Jerusalem kommen wird. Beim Propheten Sacharja heißt es: „Er stellt sich auf den Ölberg, der östlich von Jerusalem liegt, und der Berg wird sich von Osten nach Westen in zwei Teile spalten. […] Dann wird der HERR, unser Gott, in Jerusalem einziehen, begleitet von allen seinen heiligen Engeln“ (Sacharja 14,4-5). Das alles wird sich erfüllen und niemand wird diese Wiederkunft Jesu verhindern können. Was immer die Feinde Israels bisher schon dagegen unternommen haben und noch unternehmen werden, niemand wird es gelingen, die Wiederkunft Jesu aufzuhalten oder auch nur zu verzögern. 

Es sind also keine unrealistischen Fantasien, die wir in den Prophezeiungen der Bibel lesen. Im Gegenteil – vieles deutet bereits darauf hin, dass sich die Zeichen der Zeit erfüllen und dass der Ölberg sich spalten wird, wie Michael Schneider, ERF-Referent und Reiseleiter in Jerusalem berichtet. Tatsächlich weist der Ölberg bereits Risse auf, die von Osten in Richtung Tempelberg verlaufen, was exakt der Prophezeiung von Sacharja entspricht. Wenn sich bei Jesu Wiederkunft sogar ein Berg spalten wird, dann werden auch ein verschlossenes Tor und erst recht nicht irgendwelche von Menschen aufgestellten Regeln ihn daran hindern können, an den Ort zu kommen, den Gott dafür bestimmt hat. Dann wird er die Mächtigen dieser Welt richten und für Gerechtigkeit sorgen. Er wird, zusammen mit denen, die ihm bereits heute vertrauen, sein Reich des Friedens aufbauen, das von Israel ausgehen wird. Wenn wir die Zeit bis dahin nutzen, um uns Jesus Christus anzuvertrauen, und seine Worte als Maßstab und Orientierung für unser Leben beachten, können wir bei diesem kommenden Ereignis der Weltgeschichte mit dabei sein. Denn nur wer glaubt, dass Jesus der Heiland dieser Welt ist, wird erleben, dass unsere Sehnsucht nach Frieden, Gerechtigkeit und ewigem Leben in Erfüllung geht.

Sarah Burkhardt

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