
Der Räuber von Ashley Downs
In diesem spannenden und tiefsinnigen Buch können lesefreudige Grundschulkinder viel lernen – über gelebten Glauben, emotionale Verletzung und Heilung, das Leben als Straßenkind, die Umstände vor 150 Jahren, Versorgung und Vertrauen.
Curly ist ein Straßenjunge, wie er damals hätte leben können. Er meint es nicht böse, wurde aber von vielen enttäuscht, mit wenigen Jahren von seiner Familie getrennt und hat auch sonst viel Leid erfahren. Er hat gelernt, dass er sich um sich selbst kümmern muss und hat deshalb kein moralisches Problem mit Diebstahl. In zügigem Tempo folgt die Geschichte Curly durch Raub, Gefängnis und Waisenhaus.
Dort treffen zwei Weltbilder aufeinander: Curly glaubt, dass er sich nur durch List, Geld und Stärke versorgen kann, Georg Müller glaubt an die Versorgung durch Gott. Auf viele verschiedene Weisen darf Curly sein Weltbild hinterfragen und sich weiterentwickeln.
Besonders angenehm ist Georg Müllers Art, seine Überzeugung weiterzugeben: Er gibt Curly durch gelebte Liebe, Vergebung und Freiheit genau das Zeugnis, das der Junge und vielleicht der Leser oder die Leserin braucht. Und Georg Müller ist kein perfekter frommer Christ, sondern hat selbst eine bewegte Vergangenheit und Jesu Vergebung erfahren.
Kurz gesagt… »Lesenswertes Abenteuer mit vielschichtiger Botschaft«
Ann-Kathrin Hofmann
