
Warum feiern wir Ostern?
Die Auferstehung Jesu gilt heute als das am besten belegte Ereignis der antiken Welt. Davon sind einige der bedeutendsten Historiker der Welt überzeugt, die die historischen Beweise für die Auferstehung Jesu kennen und sie als eindeutig glaubwürdig einstufen. Die Bibel lehrt, dass die Auferstehung Jesu für jeden Menschen von zentraler Bedeutung ist. Denn allein durch sie ist unser Leben „nicht mehr vergeblich“. So lesen wir es im Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth (vgl. 1. Korinther 15). Ohne Auferstehung Jesu wären wir dem Tod ausgeliefert. Dadurch jedoch, dass Gott Jesus Christus aus den Toten auferweckt hat, können alle, die an Jesus Christus glauben und ihm vertrauen, gerettet werden. Voraussetzung dafür ist, dass wir Jesu Angebot der Errettung annehmen. Das heißt konkret, an Jesus Christus glauben, seinem Wort vertrauen und ihm nachfolgen. Das gilt für jeden von uns ganz persönlich. Wenn dann unser irdisches Leben einmal zu Ende geht, können wir sicher sein, dass wir gerettet sind.
Das ist die zentrale Botschaft des christlichen Glaubens. Deshalb ist Ostern auch das Fest, das im Grunde das bedeutendste und wichtigste Fest der christlichen Kirchen ist. Ostern ist die Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz von Golgatha. Gleichzeitig ist es auch das Fest der Auferstehung Jesu, dieses größten Wunders aller Zeiten. Keine Ideologie und keine Religion dieser Erde kann auch nur annähernd auf etwas verweisen, was der Auferstehung Jesu entspricht.
Jesus ist der von Gott geschickte Erlöser, der für unsere Sünden starb und uns unsere Rebellion gegen Gott vergibt, wenn wir zu ihm kommen und ihn darum bitten. Wie uns die Bibel sagt, ist diese Rebellion gegen Gott unsere eigentliche Sünde und damit das eigentliche Übel unseres Daseins. Denn durch diese Rebellion haben wir die unmittelbare Verbindung zu Gott, der das Leben ist, verloren und leben im Prinzip ohne Gott. Was das bedeutet, wissen wir alle nur zu gut. Wir sind Krankheiten, Leid und Tod ausgeliefert und irren in dieser Welt umher, als wüssten wir nichts von dem, was unsere Bestimmung ist. Durch die Auferstehung Jesu ist uns eine Tür aufgetan zum ewigen Leben mit Gott, unserem Schöpfer. Gott, der Vater, bestätigt und beglaubigt durch die Auferweckung seines Sohnes Jesus Christus alles, was Jesus gelehrt und versprochen hat.
Viele fragen sich heute, ob es diese Auferstehung Jesu überhaupt gegeben hat. Doch die Antwort darauf ist eindeutig: Ja, diese Auferstehung hat es gegeben. Der bekannte amerikanische Buchautor Josh McDowell hat dazu einmal einem Studenten auf die Frage, warum wir das Christentum nicht einfach als Legende abtun können, geantwortet: „Aus einem ganz einfachen Grund. Weil ich nicht über ein geschichtliches Ereignis hinwegsehen kann. Die Auferstehung Jesu Christi ist ein solches Ereignis.“
Jesus Christus selbst erhob stets den Anspruch, der in den jüdischen Schriften prophezeite Messias zu sein. Dennoch lesen wir in der Bibel, dass Jesus auf Betreiben der Pharisäer gefangen genommen, in einem höchst zweifelhaften politischen Verfahren abgeurteilt und gekreuzigt wurde. Warum? Weil es darum ging, die Menschheit zu erlösen. Und das war eben nur durch den Tod des unschuldigen Lammes am Kreuz möglich. Doch drei Tage nach dieser Kreuzigung war das Grab leer und mehrere hundert Menschen erlebten Jesus als den Auferstandenen. Das war keine Halluzination, die Menschen konnten mit ihm reden und ihn sogar anfassen. Das führte dazu, dass letztlich jeder, der ihn als den Auferstandenen gesehen und erlebt hatte, überhaupt keinen Zweifel mehr haben konnte, dass Gott Jesus, seinen Sohn, von den Toten auferweckt hat.
Aufgrund dieser Tatsache gingen alle seine Freunde, die sich zuerst verängstigt in ihren Häusern versteckt hatten und eigentlich nicht mehr wussten, was sie tun sollten, hinaus in alle Welt, um Jesus als den Auferstandenen zu bezeugen und davon zu predigen, was er gesagt und gelehrt hatte.
Damit begann der Siegeszug des Christentums in dieser Welt
Wenige Jahrzehnte später hatte sich das Christentum bereits bis tief in das römische Weltreich hinein ausgebreitet und eroberte von dort aus die ganze Welt. Sein Einfluss auf die Länder Europas und Nordamerikas ist bis heute unbestreitbar, sodass sich ohne Übertreibung sagen lässt, dass die Entwicklung der westlichen Zivilisation im Wesentlichen auf das Welt- und Menschenbild der Bibel und des Christentums zurückzuführen ist. Das war die Kraft der Auferstehung, von der dieser gewaltige Einfluss auf die Entwicklung des Menschen über die Jahrhunderte hinweg ausging und die uns bis heute prägt.
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Das Grab war leer
Jesus, so berichtet der Apostel Paulus, ist nach seiner Auferstehung von weit mehr als 500 Menschen gesehen worden. Viele dieser Personen kannten Jesus aus der Zeit vor seiner Hinrichtung und konnten deshalb auch ganz eindeutig bestätigen, dass er es tatsächlich war (vgl. 1. Korinther 15,6). Arthur Michael Ramsey, Erzbischof von Canterbury von 1961 bis 1974, schreibt in seinem Buch „God, Christ and the World“: „Ich glaube vor allem deshalb an die Auferstehung, weil eine Reihe von Tatsachen ohne die Auferstehung Jesu nicht zu erklären wären.“
Wenn das leere Grab nicht von allen Beteiligten als Tatsache betrachtet worden wäre, hätte sich die Behauptung, Jesus sei von den Toten auferstanden, im Jerusalem von damals niemals auch nur einen einzigen Tag, ja nicht mal eine Stunde aufrecht erhalten lassen. Dr. Paul L. Maier, Autor vieler bekannter Bücher, erklärte in einem seiner Interviews: „Wenn man alle Beweise sorgfältig und ehrlich gegeneinander abwägt, ist es aufgrund der Maßstäbe geschichtlicher Forschung in der Tat gerechtfertigt, daraus zu schließen, dass das Grab Jesu am Morgen des ersten Ostertages tatsächlich leer war. Denn bis heute wurde in den Quellen und in der Geschichtsschreibung der Archäologie kein einziger Hinweis zur Widerlegung dieser Behauptung gefunden.“
Doch was bedeutet das für uns heute?
Das Siegel der römischen Weltmacht, mit dem das Grab versiegelt war, wurde zerbrochen. Auf eine derartige Missachtung römischer Staatsgewalt stand nach römischem Recht die Strafe der Kreuzigung mit dem Kopf nach unten. Der große Stein vor der Grabeskammer war weggewälzt. Dazu muss man wissen, dass so ein Stein, wie er vor das Grab gewälzt worden war, an die zwei Tonnen wog. Hinzu kam die Bewachung durch die römischen Soldaten. Es gab achtzehn Vergehen, für die ein Wachsoldat mit dem Tode bestraft werden konnte. Darunter fielen auch: Einschlafen während der Wache oder seinen Wachposten unbewacht lassen. Wer also glaubt, dass die Wachen ihren Dienst vor dem Grab Jesu leichtfertig taten, der irrt sich gewaltig. Die Soldaten wussten, welche Strafe sie erwarten würde, wenn sie versagt hätten.
Stephen Hawking, der populäre Astrophysiker und Atheist, soll gesagt haben: „Ich sehe das Gehirn wie einen Computer, der aufhört zu arbeiten, wenn seine Einzelteile nicht mehr funktionieren. Es gibt kein Leben nach dem Tod für kaputte Computer.“ Aus diesem Statement lässt sich erkennen, was aus einem Menschen wird, der Gott aus seinem Denken und seinem Weltbild ausklammert. Er fängt an zu phantasieren und sich eine Realität zusammen zu reimen, wie sie ihm gut dünkt. Dann wird selbst ein Wunderwerk wie der Mensch zu einem bloßen Gegenstand, der seine Bedeutung verliert, sobald das Leben auf dieser Erde zu Ende geht. Einige Jahrtausende zuvor sagte der berühmte König Salomo: „In das Herz des Menschen hat Gott den Wunsch gelegt, nach dem zu fragen, was ewig ist“ (Prediger 3,11). Gott hat den Menschen die „Ewigkeit ins Herz gelegt“. Das macht das Leben eines jeden Menschen unvergleichlich und vor allem wertvoll! Deshalb spricht die Bibel auch davon, dass das Leben auf dieser Erde nur ein „Vorspann“ für das ist, was noch kommen wird.
Ich bin die Auferstehung und das Leben
Jesus Christus hat sich selbst als „die Auferstehung und das Leben“ bezeichnet, und ob wir es glauben oder nicht, unserem jetzigen, „irdischen Leben“ wird ein „ewiges Leben“ folgen. Wer in diesem Leben fern von Gott lebt, wird auch nach seinem Tod „fern von Gott“ leben. Wer hingegen durch Jesus Christus in enger Verbindung mit Gott lebt, wird auch in seinem „ewigen Leben“ bei ihm sein. So verspricht es uns die Bibel. Entscheidend dafür ist also, dass wir an Jesus, den Sohn Gottes, glauben, ihm vertrauen und nach den Worten seiner Lehre leben. Dann werden wir durch ihn auch die Kraft der Auferstehung erfahren. Jesu Tod am Kreuz und seine Auferstehung sind die Garantie dafür, dass wir, die wir an ihn glauben, auferstehen werden zu einem ewigen Leben bei Gott. Denn durch Jesus Christus sind wir mit Gottes Kraft der Auferstehung verbunden, die sowohl konkret als auch spürbar ist und unser Leben verändert. „Christus lebt in mir“ (Galater 2,20) und ist gleichzeitig Herr über das gesamte Universum. Er liebt uns und sorgt für uns – und er wird wiederkommen, um uns zu sich zu holen. Dann werden wir in Ewigkeit mit ihm leben und mit ihm herrschen. Das ist die befreiende Botschaft, wie wir sie in der Bibel lesen. Wir tun also gut daran, wenn wir Gottes Angebot der Errettung nicht in den Wind schlagen, sondern annehmen. Denn wir gewinnen dadurch nichts weniger als das ewige Leben.