
Wohin steuert Europa?
Europa hat eine jahrzehntelange Säkularisierung der Gesellschaft durchlebt. Die jedoch hat dazu geführt, dass der christliche Glaube vielen fremd geworden ist und nichts mehr bedeutet. In vielen Kirchen wird auch nicht mehr das Evangelium gepredigt, sondern irgendwelche Grundsätze einer humanistischen Geisteshaltung, dessen Welt- und Menschenbild dem der Bibel oft von Grund auf widerspricht. Der Glaube an Gott ist für viele nur noch „Privatsache“.
Das alles ist sicher noch weit entfernt von dem, was verfolgte Christen in muslimischen und kommunistischen Ländern dieser Welt an Grausamkeiten und Verfolgung erleben. Doch die Entwicklung wird auch in den Ländern Europas von Jahr zu Jahr besorgniserregender. In Deutschland gab es im Jahr 2024 nicht weniger als 33 Fälle von Brandstiftung an Kirchen. Mit 50 Brandstiftungen erlebte Frankreich 2025 sogar ein Rekordjahr an Brandanschlägen auf katholische Kirchen. Insgesamt wurden 94 Brandanschläge auf Kirchen in Europa dokumentiert, wobei ein Drittel dieser Fälle auf Deutschland fällt. Und der Trend setzt sich fort. In Polen gibt die Hälfte der rund 1.000 befragten Priester an, im vergangenen Jahr Opfer von Aggression geworden zu sein.
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Angriffe auf Kirchen waren bis vor kurzem äußerst selten
Das zeigt die Kriminalstatistik vergangener Jahre. Inzwischen häufen sich solche Angriffe. Täter dringen in Kirchen ein, schänden Altäre oder zerstören Kulturgüter von oft unschätzbarem Wert. Immer mehr Kirchen müssen deshalb mit Videokameras überwacht oder geschlossen werden, was dem christlichen Glauben fundamental widerspricht, der offen sein soll für jeden. Eine deutliche Zunahme dieser religiös motivierten Hassverbrechen ist, laut Bundeskriminalamt (BKA), auf die massenhafte Einwanderung zurückzuführen. Von diesen islamisch geprägten Gruppen werden Kirchen vor allem als Symbole des „gottlosen Westens“ oder des „Unglaubens“ angegriffen. 2025 kam es in einigen deutschen Großstädten sogar vermehrt zu Störungen der Gottesdienste. Durch aggressive Zwischenrufe, Provokationen und Einschüchterungen sollten Gottesdienstbesucher gewarnt werden, was noch auf sie zukommt. Das alles zeigt, wohin diese Entwicklungen führen.
Von 2023 bis 2025 hat sich die Zahl der Brandanschläge auf Kirchen in Europa sogar verdoppelt. Hinzu kommen Fälle von enthaupteten Christusstatuen, Brandanschlägen auf Altäre, Exkrementen in Beichtstühlen oder mit Urin verunreinigtem Weihwasser. Das alles zeigt – es gibt überhaupt keine Tabus mehr.
Hinzu kommt, dass allein in Frankreich Tausende Kirchen vom Verfall bedroht sind, weil sie nicht mehr genutzt werden. In Deutschland wird damit gerechnet, dass in den nächsten Jahren bis zu 10.000 Gotteshäuser ohne regelmäßige Nutzung aufgelassen werden müssen. Viele dieser Kirchen durften bisher nur deshalb nicht abgerissen werden, weil sie unter Denkmalschutz stehen. In Deutschland sind das von über 44.400 Kirchen fast 90 %. Viele der 65.000 katholischen Kirchen in Italien gelten schon heute nur noch als stille Zeugen vergangener Zeiten.
Hass gegen Christen in Europa wächst
Davon sind vor allem die Länder Frankreich, Deutschland und Großbritannien betroffen, in denen die Anzahl an muslimischen Migranten sehr hoch ist. Besorgniserregend ist aber nicht nur die Zahl der christenfeindlichen Straftaten in diesen Ländern, sondern auch die niedrige Aufklärungsquote, die bei einem Prozent liegt. Diese vor allem in den letzten 15 Jahren zu beobachtende antichristliche Stimmung in Europa nimmt leider immer noch weiter zu. Christen haben auch immer öfter sogar Angst, ihre Meinung zu sagen und werden so zu Außenseitern, kaum dass sie sich zu ihrem Glauben an Jesus Christus bekennen. Währenddessen verlassen jedes Jahr sehr viele evangelische Christen ihre Kirche, weil sie ihnen zu liberal geworden ist, Mitglieder der katholischen Kirche verlassen ihre Kirche hingegen oft, weil sie ihnen zu konservativ ist. Sogar an den Universitäten gibt es inzwischen eine wachsende antichristliche Intoleranz, die sich vor allem darin zeigt, dass Referenten, die christliche Positionen vertreten, oft schon gar nicht mehr eingeladen oder nach Protesten wieder ausgeladen werden.
Was braucht Europa?
Auf politischer Ebene bräuchte Europa dringend einen EU-Koordinator, der sich dem Trend entgegenstellt und sich vehement für eine Bekämpfung antichristlicher Intoleranz und Verbrechen einsetzt. Doch all das würde wohl nur wenig bringen, solange die Völker der Länder Europas nicht wieder beginnen, sich zu besinnen und stolz zu sein auf ihr christliches Erbe, indem sie neu entdecken, welch große Errungenschaften es ihnen gebracht hat. Das Allerwichtigste aber wäre eine Erweckung durch den Geist Gottes, die stets damit beginnt, dass Menschen ihre Schuld erkennen, sich vor Gott hinknien und Gott um Verzeihung bitten. Denn nur wenn wir erkennen, was jeder von uns dazu beiträgt, dass Gott sich aus unseren Ländern und Völkern abzuwenden beginnt, kann sich diese Entwicklung wieder verändern.
Gott beginnt zu handeln, wo Menschen sich an ihn wenden und damit beginnen, ihren Glauben an Jesus Christus ernst zu nehmen, und in ihrem Leben auch dafür einstehen. Wie die Geschichte uns zeigt, kann keine Gesellschaft die Wahrheit für immer ignorieren. Früher oder später muss jeder erkennen, was wahr und was falsch war. Das gilt für jeden von uns, wie auch für ganze Länder.