Nicht kaputtzukriegen
Jesaja 42,3
Hartmut Bärend und Gerhard Jordy
1953 gelang dem österreichischen Alpinisten Hermann Buhl eine Sensation: Als erster Mensch stand er auf dem Gipfel des Nanga Parbat. allein, ohne Sauerstoffgerät, auf 8.125 Metern Höhe. Doch der Abstieg wurde zur Katastrophe. Die Nacht brach herein, Buhl war völlig erschöpft, und auf über 7.000 Metern gab es keine Möglichkeit, sich hinzulegen. Auf einem winzigen Felsvorsprung musste er die ganze Nacht im Stehen ausharren. Jeder Fehltritt hätte den Tod bedeutet. Doch dann kam der Morgen. Und mit dem ersten Licht fand er den Weg zurück ins Basislager. Bis heute grenzt seine Rückkehr an ein Wunder. Später sagte Hermann Buhl: Die Rückkehr zu seinen Kameraden sei der schönste Moment der ganzen Expedition gewesen. Es ist eine Geschichte, die zeigt: Selbst, wenn alles verloren scheint, gibt es Hoffnung. Ein Gedanke, den auch unser Wochenvers aufgreift. In Jesaja 42,3 heißt es: "Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen". Gott hält uns, wenn unsere Kräfte schwinden oder am Ende sind.