20.06.2022

Glauben in der Welt des Denkens

In der Welt der Wissenschaft gilt nur das, was auch bewiesen – oder zumindest nicht widerlegt – werden kann. Wer offen von seinem Glauben spricht und die Bibel ernst nimmt, wird schnell als naiv angesehen und trifft oft auf Unverständnis.

Aber gibt es nicht eine lange Liste weltbekannter Wissenschaftler, die tief gläubig waren und denen wir dennoch oder gerade deshalb große wissenschaftliche Errungenschaften in Vergangenheit und Gegenwart zu verdanken haben? Denken wir nur an so berühmte Namen wie Johannes Kepler, Galileo Galilei oder Blaise Pascal – sie alle glaubten an den Gott der Bibel. Ihr Glaube war für sie kein Hindernis, im Gegenteil. Wie kann das sein?

Größer als die Grenzen der Wissenschaft

Wir wissen, dass die Natur und auch unsere Gesellschaft gewissen Gesetzmäßigkeiten unterliegen. Der, von dem diese Gesetzmäßigkeiten kommen, muss größer sein als alles, was er geschaffen hat. Deshalb kann er auch nicht durch die Messwerkzeuge unserer Welt erforscht und bewiesen werden. Er ist der Schöpfer aller Dinge, dem wir unser Leben verdanken.

Die Frage nach dem Warum

„Wenn ich verstehe, wie ein Computer einen anderen Computer herstellt, habe ich damit nicht die Existenz von Bill Gates widerlegt“, schreibt Dr. Alexander Fink vom Institut für Glaube und Wissenschaft. Die Wissenschaft kann uns die Frage nach dem Wie weitestgehend beantworten. Die Frage nach dem Warum wird letztlich allein durch die Existenz Gottes erklärbar. Denn nur weil wir verstehen, wie die Schwerkraft funktioniert, können wir noch nicht erklären, warum sie entstanden ist. Gleichzeitig können wir damit nicht ausschließen, dass es jemanden gibt, der hinter all diesen Naturgesetzen steht, die wir kennen.

Der Einfluss der Weltanschauungen

Wer sagt, dass alles aus Zufall entstanden sei, äußert im Grunde lediglich eine Behauptung, die inzwischen selbst unter Evolutionswissenschaftlern umstritten ist. Er hat damit noch nichts bewiesen. Derlei Erklärungen sind viel eher Glaubenssätze als überprüfbare Realitäten.

Gott hat uns Menschen einen Verstand gegeben. Darüber dürfen wir uns freuen. Selbstverständlich können wir unseren Verstand auch dazu gebrauchen, die Vielfalt von Gottes Schöpfung zu entdecken und zu erforschen. Aus dieser Motivation heraus sind einige Christen zu Wissenschaftlern geworden. Die Wissenschaft macht den Glauben nicht überflüssig, sie kann uns vielmehr daran erinnern, dass es den Gott der Bibel tatsächlich gibt, der uns Menschen und alles rund um uns geschaffen hat und tagtäglich erhält.

 

Empfehlenswerte Bücher zum Thema:

Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt? von John Lennox, SCM R. Brockhaus, 2019, ISBN: 978-3-4172689-2-8
Richard Dawkins, C.S. Lewis und die großen Fragen des Lebens von Alister McGrath, Gerth Medien, 2020, ISBN: 978-3-9573467-1-1
Das geplante Universum von Markus Widenmeyer (Hrsg.), SCM Hänssler, ISBN: 978-3-7751596-0-9

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