20.06.2022

Was sagt uns die Natur?

Wer ein schönes Gemälde sieht, fragt gern nach dem Urheber, dem Künstler, der er geschaffen hat, vielleicht auch um ihm Verehrung und Lob auszusprechen. Schließlich versteht jeder, dass ein kunstvoll gestaltetes Bild nicht von alleine entstehen kann. Warum verstehen wir das nicht bei den Wundern der Natur? Sind sie nicht oft noch viel schöner und erstaunenswerter als jedes menschliche, künstlerische Werk? Warum fragen wir nicht auch hier nach dem „Künstler“, der das alles geschaffen hat? Wenn wir einen Sonnenaufgang sehen oder über einen Sonnenuntergang am Meer staunen, eine atemberaubende Aussicht genießen oder ein wunderschönes Detail einer Blüte bewundern – warum fragen wir nicht, woher all das kommt? Warum danken wir Gott nicht, wenn wir wissen, dass er es war, der es geschaffen hat?

An der Schönheit und Vielfalt der Natur können wir sehen, dass es einen Schöpfer geben muss. Wir erfahren dadurch auch vieles über den Charakter Gottes und seine unendliche Liebe zum Detail. Wir sehen, dass dieser Schöpfergott über ein unglaubliches Maß an Kreativität und Weisheit verfügen muss. Ein Schöpfer, der eine solche Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten geschaffen hat, weiß nicht nur, was Schönheit, Liebe zum Detail und Funktionalität bedeutet, er weiß auch, wie unendlich weit alles das von dem entfernt ist, was Menschen durch ihre Kreativität hervorbringen. Denken wir nur an das komplexe Immunsystem oder den Blutkreislauf bei Mensch und Tier und daran, wie unglaublich präzise sie funktionieren. Und all das soll sich von alleine gebildet haben? Eine solche Ansicht wäre doch geradezu lächerlich.

Wenn wir daran denken, dass der Makrokosmos im Prinzip nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten funktioniert wie der Mikrokosmos – dass also die Wunder auf dieser Erde sich auf das ganze Universum ausdehnen, das wir mit unserem Verstand noch nicht einmal ansatzweise begreifen, wie unvorstellbar groß und mächtig muss dann dieser Schöpfergott sein? Stehen wir nicht bereits vor großen Wasserfällen und staunen? Wie unheimlich können uns Vulkane, Gewitter oder Stürme sein? Um wieviel mehr werden wir stauen, wenn wir erst einmal die unendlichen Weiten des Weltraums sehen werden. Wie viel schöpferische Weisheit und Kraft muss unser Vater im Himmel besitzen, wenn er all das geschaffen hat und es bis heute erhält. Wer imstande ist, so viel Schönes ins Leben zu rufen und über Jahrtausende hin zu erhalten, verdient er nicht um ein Vielfaches mehr Aufmerksamkeit und Lob als jeder Künstler dieser Welt?

In den biblischen Psalmen werden wir immer wieder darauf hingewiesen, wie uns die Wunder der Natur von Gott als dem Schöpfer allen Lebens erzählen (vgl. Psalm 19,2-5; 65,7 und 90,2). Ohne Worte sagen sie uns, dass es Gott gibt. Die Bibel berichtet uns aber noch viel mehr über unseren Vater im Himmel. Wir erfahren von seiner Liebe zu uns Menschen und was er im Laufe seiner Geschichte mit uns Menschen vollbracht und unternommen hat, um uns aus dieser Welt des Hasses und der vielen Kriege zu erretten. Wir erfahren, wie er sein Volk Israel aus der Sklaverei befreit und in ein neues Land geführt hat. Wie er einzelne Menschen mit besonderer Gnade ausgestattet und ihnen Aufgaben zugeteilt hat. Wie er Menschen beauftragt, geheilt und gerettet hat. Wir erfahren auch, wie er seinen erstgeborenen Sohn Jesus Christus auf diese Welt gesandt hat, um uns zu erlösen und zu befreien. Wer immer Jesus Christus glaubt und vertraut, der hat das Recht, ein Kind dieses allmächtigen Gottes zu werden. Deshalb können wir nur immer wieder dazu einladen, Gott kennenzulernen. Die ganze Schöpfung zeigt, dass es diesen Gott geben muss. Durch die Bibel erfahren wir, wie wir zu ihm finden. Nutzen wir die Zeit unseres Lebens oder auch die unserer Urlaubstage, um den Schöpfer und Erhalter allen Lebens zu finden, ihn kennenzulernen und auch um ihm zu danken! Je mehr wir Gott erkennen desto mehr Freude werden wir an unserem Leben haben.

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